Nickelelemente in der Pflanzenernährung
Funktionen, Mangelbekämpfung und effiziente Düngemittelnutzung für eine bessere Pflanzengesundheit.
Nickel (Ni) ist ein essentielles Spurenelement in der Pflanzenernährung und spielt eine entscheidende Rolle im Stickstoffstoffwechsel, der Enzymaktivierung und der allgemeinen Pflanzengesundheit. Obwohl es nur in geringen Mengen benötigt wird, kann ein Nickelmangel die Pflanzenleistung erheblich beeinträchtigen, insbesondere bei Leguminosen und Getreidearten, die auf Stickstofffixierung angewiesen sind.
1. Bedeutung von Nickel für das Pflanzenwachstum
Nickel ist ein wichtiger Bestandteil des Enzyms Urease, das Harnstoff in für Pflanzen nutzbaren Ammoniumstickstoff umwandelt. Es fördert außerdem die Keimung, die Stickstoffaufnahme und die Resistenz gegenüber toxischen Konzentrationen anderer Metalle. Eine ausreichende Nickelversorgung verbessert die Nährstoffbilanz und das Pflanzenwachstum.
Zu den wichtigsten Aufgaben von Nickel gehören:- Urease-Aktivierung: Ermöglicht die Umwandlung von Harnstoff in Ammonium und verhindert so die Ansammlung von Harnstoff und Blattnekrosen.
- Stickstoffstoffwechsel: Unterstützt die symbiotische Stickstofffixierung in Leguminosen und verbessert die Stickstoffnutzungseffizienz.
- Saatgut- und Getreideentwicklung: Fördert die Enzymaktivität, die die Proteinbildung und die Samenqualität beeinflusst.
- Stresstoleranz: Hilft Pflanzen, Umwelt- und Metallstress zu widerstehen, indem es enzymatische Reaktionen reguliert.
2. Formen von Nickeldüngemitteln

Nickel-Düngemittel sind sowohl in anorganischer als auch in chelatierter Form erhältlich, um eine effiziente Pflanzenaufnahme zu gewährleisten.
2.1 Anorganische Nickeldünger
- Vorteile: Schnelle Nährstofffreisetzung, geeignet für Blatt- und Bodenapplikation.
Am besten geeignet für: Die Behebung eines akuten Nickelmangels bei Leguminosen und stickstoffbedürftigen Kulturpflanzen.
2.2 Chelatisierte Nickeldünger
- Vorteile: Verbesserte Stabilität, erhöhte Bioverfügbarkeit und reduziertes Risiko der Bodenfixierung.
Am besten geeignet für: Alkalische Böden oder Böden mit hohem pH-Wert, in denen Nickel nur begrenzt verfügbar ist.
3. Anwendungsmethoden und Best Practices
- Bodenanwendung: Nickeldünger sollten zur effizienten Aufnahme in die Wurzelzone eingebracht werden, insbesondere in sandigen oder kalkhaltigen Böden.
- Blattspritzen: Empfohlen zur schnellen Behebung von Nickelmangel und für eine bessere Aufnahmeeffizienz.
- Saatgutbehandlung: Eine Beschichtung von Saatgut mit niedrig dosiertem Nickel kann die Keimung und die frühe Triebkraft der Sämlinge verbessern.
Integriertes Nährstoffmanagement: Nickel wird mit ausgewogenen Makro- und Mikronährstoffdüngern kombiniert, um die Effizienz zu maximieren.
4. Symptome eines Nickelmangels

Nickelmangel ist relativ selten, kann aber unter bestimmten Bedingungen auftreten, wie z. B. in sandigen Böden, bei geringem Gehalt an organischem Material oder bei übermäßiger Kalkung.
Häufige Anzeichen sind:
- Ansammlung von Harnstoff in den Blattspitzen, die zu Nekrosen führt („Mausohr“-Symptom bei Pekannüssen).
- Schlechte Keimfähigkeit und verminderte Wuchskraft.
- Chlorose in jungen Blättern.
- Verminderte Stickstofffixierung bei Leguminosen.
5. Faktoren, die die Verfügbarkeit von Nickel beeinflussen
- Boden pH: Böden mit hohem pH-Wert verringern die Löslichkeit und Aufnahme von Nickel.
- Organisches Material: Ein niedriger Gehalt an organischer Substanz verringert die Nickelretention und -bioverfügbarkeit.
- Bodentextur: Sandige Böden neigen stärker zur Nickelauswaschung.
- Nährstoffwechselwirkungen: Ein Überschuss an Phosphor, Zink oder Eisen kann die Nickelaufnahme hemmen.
6. Behebung und Vorbeugung von Nickelmangel

- Nickelsulfat oder chelatisiertes Nickel je nach Empfehlung der Bodenanalyse anwenden.
- Um die Verfügbarkeit von Mikronährstoffen zu optimieren, sollte ein ausgeglichener pH-Wert des Bodens (6.0–7.0) aufrechterhalten werden.
- Durch die Zugabe organischer Bodenverbesserungsmittel werden die mikrobielle Aktivität im Boden und die Metallchelatierung gefördert.
- Durch den Anbau von Leguminosen im Fruchtwechsel wird der natürliche Nickelkreislauf und die Stickstofffixierungseffizienz gefördert.
7. Umwelt- und Technologieaspekte

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